Mindestens fünf Tote nach Tsunami im Südpazifik

Mittwoch, 6. Februar 2013, 11:29 Uhr
 

Sydney (Reuters) - Auf den Salomon-Inseln im Südpazifik sind mindestens fünf Menschen durch einen kleinen Tsunami ums Leben gekommen.

Die knapp einen Meter hohe Flutwelle war am Mittwoch durch ein Erdbeben der Stärke 8,0 ausgelöst worden. In der gesamten Region wurden Evakuierungen angeordnet. Nach einigen Stunden wurde die Tsunami-Warnung wieder aufgehoben. Das Pazifische Tsunami-Warnzentrum teilte mit, es gebe keine weitere Bedrohung, auch wenn das Wasser in einigen Küstenregionen etwas ansteige.

Das Epizentrum lag nach Angaben der US-Bebenwarte rund 340 Kilometer östlich von Kira Kira, einem Ort im Süden der Inselgruppe, in einer Tiefe von 5,8 Kilometern. Auf die ersten Erdstößen folgten Dutzende starke Nachbeben.

Durch die Flutwelle wurden mehrere Dörfer überschwemmt. Ein Augenzeuge berichtete im Fernsehen der Salomonen, in Lata in der Provinz Temotu sei der Flugplatz überflutet. Ein Polizist sagte, das Beben sei zu spüren gewesen. "Wir habe alle Anwohner aufgefordert, in höher gelegene Gebiete zu gehen", fügte er hinzu. Die Behörden rechneten dennoch mit weiteren Todesopfern.

Die Tsunami-Warnung des Warnzentrums auf Hawaii galt für die Salomon-Inseln, Vanuatu, Nauru, Papua-Neuguinea, Tuvalu, Neu-Kaledonien, Kosrae, Fidschi, Kiribati sowie für Wallis und Futuna. Für Australien und Japan wurde keine Warnung ausgegeben.

Die Salomonen waren erst im Jahr 2007 von einem Tsunami getroffen worden, der große Schäden angerichtet und 13 Dörfer zerstörte. Mindestens 50 Menschen wurden damals getötet, Dutzende blieben vermisst. Damals hatte ein Beben der Stärke 8,1 die Flutwelle ausgelöst. Die Inselgruppe liegt am geologisch besonders aktiven Pazifischen Feuerring.

 
A surfer rides a wave behind a 'Closed Beach' sign on Manly Beach in Sydney February 2, 2013. Rough seas and high winds have caused the closure of many Sydney beaches over the past few days. REUTERS/David Gray (AUSTRALIA - Tags: ENVIRONMENT SOCIETY)