China äußert sich besorgt über Nordkoreas Kriegsrhetorik

Mittwoch, 6. Februar 2013, 13:30 Uhr
 

Peking (Reuters) - China hat sich äußerst besorgt über Nordkoreas jüngste Kriegsrhetorik geäußert.

Alle Seiten müssten Ruhe und Zurückhaltung bewahren, um Frieden und Stabilität auf der koreanischen Halbinsel nicht zu gefährden, sagte eine Sprecherin des Außenministeriums am Mittwoch in Peking. Am Vortag hatte Nordkorea über seine amtliche Nachrichtenagentur KCNA erklärt, es sei entschlossen, über einen Atomtest hinausgehende Maßnahmen zu ergreifen. Dies sei eine Reaktion auf Vorbereitungen für einen Atomkrieg, den die Feinde des Landes immer offener anstrebten. Die USA und Südkorea halten gemeinsame Manöver ab, die von Nordkorea als Generalprobe für eine Invasion bezeichnet werden.

"China ist äußerst besorgt darüber, wie sich die Dinge entwickeln", fügte die Sprecherin des Außenministeriums hinzu. China ist Nordkoreas engster Verbündeter, hat sich aber zuletzt wiederholt vorsichtig von dem Land distanziert. Eine der am meisten gelesenen chinesischen Zeitungen, "Global Times", ein Ableger des Sprachrohrs der Kommunistischen Partei "Renmin Ribao", forderte zuletzt, die chinesische Regierung müsse gegenüber Nordkorea entschlossen auftreten und der Führung die Folgen ihres Handels klarmachen.

Nordkorea hatte zuletzt im Dezember eine Rakete getestet und damit internationale Besorgnis ausgelöst. Die Vereinten Nationen verurteilten den Test als Verletzung bestehender UN-Auflagen. Danach kündigte Nordkorea einen neuen Atomtest an.