Chamenei gegen direkte Atomgespräche von Iran und USA

Donnerstag, 7. Februar 2013, 12:28 Uhr
 

Dubai (Reuters) - Das politische und geistliche Oberhaupt des Iran, Ajatollah Ali Chamenei, hat direkte Atomverhandlungen mit den USA abgelehnt.

Damit wies Chamenei am Donnerstag einen Vorschlag von US-Vize-Präsident Joe Biden zurück. "Einigen naiven Menschen gefällt die Idee, mit Amerika zu verhandeln", sagte Chamenei in einer Rede vor Vertretern der iranischen Luft- und Raumfahrtbehörde. "Verhandlungen können die Probleme aber nicht lösen."

Biden hatte am Wochenende auf der Sicherheitskonferenz in München bekräftigt, die USA seien zu einem bilateralen Treffen mit der iranischen Führung bereit. Voraussetzung sei allerdings, dass es dem Land ernst sei. Der iranische Außenminister Ali Akbar Salehi zeigte sich daraufhin offen für das Gesprächsangebot. "Wir nehmen diese Aussagen positiv zur Kenntnis", sagte er. Sie seien ein Schritt in die richtige Richtung.

Die diplomatischen Beziehungen zu den USA sind seit der islamischen Revolution im Iran 1979 unterbrochen. Seitdem gab es nur wenige Kontakte zwischen offiziellen Vertretern beider Länder.

Der Westen verdächtigt den Iran, heimlich an Atomwaffen zu arbeiten. Die Islamische Republik bestreitet das. Nach ihren Angaben dient das Atomprogramm rein zivilen Zwecken.

Die Gespräche Irans mit den fünf UN-Vetomächten und Deutschland über das umstrittene Programm sollen am 26. Februar in Kasachstan wieder aufgenommen werden.