Designierter CIA-Chef vor kritischer Befragung im US-Senat

Donnerstag, 7. Februar 2013, 19:30 Uhr
 

Washington (Reuters) - Der von US-Präsident Barack Obama als neuer CIA-Chef nominierte John Brennan muss sich am Donnerstag im Geheimdienste-Ausschuss des Senats auf kritische Fragen gefasst machen.

Es wird erwartet, dass bei der Anhörung vor allem Vertreter von Obamas Demokraten Brennan auf den Zahn fühlen dürften, und zwar zum Einsatz von Drohnen gegen Extremisten und zu besonders harten Verhörmethoden. 2008 hatte Brennan nach Protesten von Menschenrechtlern eine erste Nominierung Obamas zurückgegeben. Im Mittelpunkt der Kritik standen damals öffentliche Erklärungen Brennans über die Anwendung des sogenannten simulierten Ertränkens (waterboarding) bei Befragungen Verdächtiger durch die CIA.

Brennan ist Anti-Terror-Berater Obamas und arbeitete unter George W. Bush schon einmal in der CIA-Führung. Trotz der Skepsis einiger liberaler Demokraten wurde nicht damit gerechnet, dass der Senat sich bei der Ernennung querstellen würde. Am Mittwoch hatte der Verteidigungsausschuss des Senats die Bestätigung des von Obama zum Verteidigungsminister nominierten Chuck Hagel verschoben. Die republikanischen Senatoren verlangten vom Präsidenten mehr Informationen über dessen Kandidaten.