Islamische Staaten rufen zum Dialog in Syrien auf

Donnerstag, 7. Februar 2013, 19:31 Uhr
 

Kairo (Reuters) - Die Staats- und Regierungschefs islamischer Staaten haben einen ernsthaften Dialog zwischen syrischer Regierung und der oppositionellen Nationalkoalition gefordert.

Dabei müsse es um den politischen Wechsel gehen, mit dem der seit fast zwei Jahren andauernde Bürgerkrieg beendet werden könne, erklärten die Teilnehmer des Gipfeltreffens der Organisation für islamische Zusammenarbeit (OIC) in Kairo. Unterstützt wurde eine Initiative Ägyptens, der Türkei, des Irans und Saudi-Arabiens, Verhandlungen über ein Ende der Kämpfe zu erreichen. Syrien nahm an den Beratungen ebenso wenig teil die wie Opposition.

In der Abschlusserklärung wird Syriens Präsident Baschar al-Assad namentlich nicht erwähnt. Als Hauptverantwortliche für die anhaltende Gewalt wurde dessen Regierung genannt. Am Rande des Treffens berieten der Iran, Ägypten und die Türkei über den Vorschlag des Chefs der Nationalkoalition, Moas Alchatib. Dieser hatte sich bereiterklärt, mit Assads Stellvertreter über einen Übergang zu beraten, der dem syrischen Präsidenten einen sicheren Weg ins Exil ermöglicht würde. In den kommenden Tagen sollten hierzu Einzelheiten vorgestellt werden, sagte Ägyptens Präsident Mohammed Mursi.