EU-Gipfel plädiert für Freihandel und Handelsabkommen mit USA

Freitag, 8. Februar 2013, 09:34 Uhr
 

Brüssel (Reuters) - Die EU will die bilateralen Freihandelsabkommen forcieren, um für mehr Wachstum und Beschäftigung zu sorgen.

"Es wird erwartet, dass eine ambitionierte Handelsagenda mittelfristig zu einem stärkeren Wachstum von zwei Prozent und zur Schaffung von zwei Millionen Jobs führen kann", heißt es in dem Entwurf der Abschlusserklärung des EU-Gipfel, über die die 27 Regierungen bereits Einigkeit erzielt haben. Zwar bekennt sich die EU weiter zur multilateralen Doha-Handelsrunde. Zugleich wird aber betont, dass die EU auch ihre bilateralen Kontakte mit wichtigen Partnern wie etwa den USA ausbauen müsse.

"Der Rat bestätigt seine Unterstützung für ein umfassendes Handelsabkommen, das besondere Aufmerksamkeit auf die stärkere Übereinstimmung transatlantischen regulatorischer Vorschriften legen soll", heißt es in dem Entwurf der Gipfelerklärung. Die EU-Kommission und der Rat sollten diesen Empfehlungen unverzüglich folgen. In den vergangenen Tagen hatten sich Bundeskanzlerin Angela Merkel und einige andere EU-Partner für ein Freihandelsabkommen mit den USA ausgesprochen. Auf einem EU-Japan-Gipfel sollen auch Verhandlungen über ein Freihandelsabkommen mit dem ostasiatischen Land begonnen werden.