Iran: Werden nicht unter Druck über Atomprogramm verhandeln

Sonntag, 10. Februar 2013, 14:13 Uhr
 

Dubai (Reuters) - Der Iran hat im Atomstreit grundsätzliche Gesprächsbereitschaft signalisiert, will aber nicht unter Druck verhandeln.

Zum 34. Jahrestag der islamischen Revolution sagte Präsident Mahmud Ahmadinedschad am Sonntag in Teheran, man könne nicht eine Waffe auf sein Land richten und dann erwarten, dass es zu Verhandlungen bereit sei. Sollte der Westen dies aber unterlassen, werde er sich persönlich an den Gesprächen über das Nuklearprogramm beteiligen.

Ahmadinedschad schlug damit einen versöhnlicheren Ton an als das geistliche Oberhaupt Ajatollah Ali Chamenei, der die von den USA angebotenen direkten Verhandlungen jüngst als Trick ablehnte. Chamenei und nicht Ahmadinedschad kann Verhandlungen über das umstrittene Programm autorisieren. Die Gespräche des Iran mit den fünf UN-Vetomächten und Deutschland über das umstrittene Programm sollen am 26. Februar in Kasachstan wieder aufgenommen werden.

Die Regierung in Teheran bemüht sich, die im Disput vom Westen verhängten Sanktionen zu lockern. Darunter leiden nicht nur die Landeswährung Rial, sondern auch die als maßgebliche Einkommensquelle wichtigen Öl-Ausfuhren. Die zuletzt erneut verschärften Sanktionen haben zu einem Anstieg der Inflation und einem Kaufkraftverlust der Bevölkerung geführt. Die Islamische Republik lehnt die vom Westen geforderte vollständige Offenlegung des Atomprogramms ab. Das schürt den Verdacht, das Land arbeite heimlich an Atomwaffen, was die Regierung jedoch bestreitet.

 
Iran's President Mahmoud Ahmadinejad (L) talks during a news conference at the end of his visit to Cairo, February 7, 2013. REUTERS/Asmaa Waguih (EGYPT - Tags: POLITICS)