Friedensverhandlungen mit Farc-Rebellen kommen voran

Montag, 11. Februar 2013, 07:45 Uhr
 

Havanna (Reuters) - Die Verhandlungen der kolumbianischen Regierung mit den marxistischen Farc-Rebellen über ein Friedensabkommen schreiten nach Angaben beider Parteien gut voran.

Ein führender Farc-Vertreter, Rodrigo Granda, sagte am Sonntag, die Gespräche seien auf gutem Wege und kämen sogar sehr schnell voran. Etwas zurückhaltender äußerte sich der Chef-Regierungsunterhändler Humberto de la Calle, der aber bestätigte, die Gespräche hätten Fahrt aufgenommen. In greifbarer Nähe ist demnach eine Einigung in dem strittigen Punkt einer Landreform. Diese ist zentral für den gesamten Friedensprozess. Die nächste Verhandlungsrunde soll am 18. Februar stattfinden.

Die Rebellen und die Regierung befinden sich seit fast einem halben Jahrhundert im Krieg und wollen den Konflikt bei Verhandlungen in der kubanischen Hauptstadt Havanna beilegen. Der kolumbianische Präsident Juan Manuel Santos strebt eine Einigung bis November an.

Der Konflikt hat Tausenden Menschen das Leben gekostet. Die Regierung startete mit Unterstützung der USA im Jahr 2002 eine Offensive gegen die Farc und schwächte die Gruppe. Sie hat heute noch schätzungsweise 9000 Mitglieder, die sich in abgelegene Berg- und Urwaldregionen zurückgezogen haben.