EU und USA schieben Verhandlungen über Freihandelsabkommen an

Mittwoch, 13. Februar 2013, 13:48 Uhr
 

Brüssel (Reuters) - US-Präsident Barack Obama hat gemeinsam mit EU-Ratspräsiden Herman Van Rompuy und Kommissionspräsident Jose Manuel Barroso den Beginn von Verhandlungen über ein Freihandelsabkommen angekündigt.

Die internen Prozesse dazu würden jetzt in Gang gesetzt, erklärten die Präsidenten am Mittwoch. "Wir werden die größte Freihandelszone der Welt ins Leben rufen", sagte Barroso in Brüssel. Er erwarte einen Beginn der Gespräche gegen Ende Juni. Er rechne allerdings mit schwierigen Verhandlungen. Das Abkommen werde die Wirtschaft in beiden Regionen fördern, sagte Barroso weiter. Die USA und die Europäische Union stünden für die Hälfte der weltweiten Wirtschaftsleistung. Das Bruttoinlandsprodukt der EU-Staaten könne um ein halbes Prozent steigen durch den Abbau von Zöllen und Handelshemmnissen gegenüber den Vereinigten Staaten.

EU-Handelskommissar Karel De Gucht rechnet mit einem Abschluss des Abkommens binnen zwei Jahren.

 
An Afghan man watches a television broadcast of U.S. President Barack Obama delivering his State of the Union speech, in Kabul February 13, 2013. Obama on Tuesday outlined plans to withdraw 34,000 of the 66,000 U.S. troops in Afghanistan over the next year and called anew for action on immigration reform at home. REUTERS/Omar Sobhani (AFGHANISTAN - Tags: POLITICS MILITARY) - RTR3DPZ8