Iran lehnt Schließung von unterirdischer Atomanlage ab

Sonntag, 17. Februar 2013, 16:11 Uhr
 

Dubai (Reuters) - Der Iran hat im Atomstreit mit dem Westen die Schließung einer unterirdischen Uranfabrik kategorisch ausgeschlossen.

"Fordo wird niemals geschlossen, weil es unsere nationale Pflicht ist, unsere nuklearen Interessen und Anlagen gegen eine feindliche Bedrohung zu schützen", sagte der Vorsitzende des Parlamentsausschusses für nationale Sicherheit und Außenpolitik, Alleddin Borudscherdi, einer iranischen Agenturmeldung zufolge. Damit reagierte der Politiker auf einen Reuters-Bericht, wonach die internationale Sechser-Gruppe dem Iran eine Lockerung der Gold-Sanktionen anbieten will.

Die Offerte der fünf UN-Vetomächte und Deutschlands ist an die Bedingung geknüpft, dass der Iran seine umstrittene Fabrik zur Urananreicherung in der Stadt Fordo schließt, wie Reuters von westlichen Regierungsvertretern am Freitag erfahren hatte. Das Angebot, das dem Iran auch den Handel mit anderen Edelmetallen wieder erlauben könnte, solle bei dem nächsten Treffen der Sechser-Gruppe mit den iranischen Atom-Unterhändlern am 26. Februar in Kasachstan unterbreitet werden.

Der Iran steht im Verdacht, heimlich an Atomwaffen zu arbeiten. Vor allem Israel sieht sich durch das iranische Nuklearprogramm bedroht. Die Regierung in Teheran weist die Vorwürfe zurück. Demnach soll das Programm rein zivilen Zwecken dienen. Allerdings hat der Iran unabhängige Kontrollen seiner Atomanlagen in der Vergangenheit immer wieder behindert und damit Zweifel an seinen angeblich friedlichen Absichten genährt. Auch die Existenz der in einem Berg versteckten Atomanlage in Fordo hielt der Iran lange Zeit geheim. Bei den jüngsten Gesprächen über Kontrollen der iranischen Nuklearanlagen konnten die UN-Atomaufsicht und der Iran ebenfalls keine Fortschritte erzielen.