Bulgarische Regierung tritt nach Protesten geschlossen zurück

Mittwoch, 20. Februar 2013, 09:00 Uhr
 

Bukarest (Reuters) - In Bulgarien tritt die Regierung von Ministerpräsident Boiko Borisow geschlossen zurück.

Dies kündigte der Regierungschef am Mittwoch an. Als Grund nannte der Politiker die Proteste der Bevölkerung gegen zu hohe Strompreise. "Ich werde nicht Teil einer Regierung sein, in der die Polizei Menschen verprügelt" sagte Borisow im Parlament. Auch das gesamte Kabinett tritt den Angaben nach zurück.

Die Proteste gegen die Sparmaßnahmen sowie die hohen Strompreise hatten die Regierung erheblich unter Druck gebracht. Bulgarien ist das ärmste Land der Europäischen Union (EU). In wenigen Monaten sollten planmäßig Parlamentswahlen stattfinden.