Indische Regierung hatte vor Anschlag Hinweise auf Attentate

Freitag, 22. Februar 2013, 11:26 Uhr
 

Hyderabad (Reuters) - Der indischen Regierungen lagen in den Tagen vor dem Bombenanschlag in Hyderabad Hinweise auf bevorstehende Attentate vor.

Die Geheimdienste hätten Informationen erhalten, dass ein Anschlag drohe, sagte Innenminister Sushil Kumar Shinde am Freitag nach einem Besuch des Marktplatzes in der südindischen Stadt, wo am Donnerstag bei der Explosion von zwei Fahrradbomben 14 Menschen getötet worden waren. Allerdings habe es keine Erkenntnisse darüber gegeben, welche Regionen gefährdet seien. "Wir haben eine allgemeine Warnung an das gesamte Land in den vergangenen zwei bis drei Tagen ausgegeben, das ist alles", sagte er.

Bei der Explosion von zwei Bomben waren auch 119 Menschen verletzt worden. Sieben von ihnen wurden am Freitag noch in Krankenhäusern behandelt. Der Sprengstoff war mit Fahrrädern auf einen gut besuchten Marktplatz gebracht worden. Zu dem Anschlag hat sich noch niemand bekannt. Shinde sagte, es sei noch zu früh, um sich zu möglichen Tätern zu äußern.

In der IT-Metropole hatte die Polizei am Freitag ihre Präsenz verstärkt, um Zusammenstöße zwischen Hindus und Muslimen zu vermeiden. Zwischen beiden Gruppen war es in der Vergangenheit nach Anschlägen immer wieder zu Gewalt gekommen. Die hinduistische nationalistische Partei Bharatiya Janata, die wichtigste Oppositionsgruppe des Landes, hat zu einem ganztägigen Streik in Hyderabad aufgerufen, um gegen den Anschlag zu protestieren.

In Hyderabad haben viele IT-Firmen Niederlassungen, darunter Google und Microsoft.