Russland sendet Hilfsgüter nach Mali

Freitag, 22. Februar 2013, 17:45 Uhr
 

Moskau (Reuters) - Russland hat 36 Tonnen Hilfsgüter nach Mali gesendet.

Das Transportflugzeug sei bereits auf den Weg in das westafrikanische Land und habe unter anderem Nahrung, Decken und Zelte geladen, teilte das russische Gesundheitsministerium am Freitag mit. Zugleich zeigte sich die Regierung in Moskau besorgt über die Ausbreitung des militanten Islamismus in der Sahelzone. "Die unkontrollierten Waffenlieferungen im Zuge des Libyen-Konfliktes in der Region schaffen Räume für eine Eskalation", erklärte Außenminister Sergej Lawrow. Die Rebellen, die nun französische und afrikanische Soldaten bekämpften, habe der Westen während der Bekämpfung Gaddafis selbst bewaffnet. Russland hatte den Libyen-Einsatz der Nato scharf kritisiert.

Der französische Präsident Francois Hollande wird am nächsten Donnerstag zu einem Staatsbesuch in Russland erwartet. Frankreich unterstützt die Armee seiner ehemaligen Kolonie Mali dabei, islamistische Aufständische zurückzudrängen. Im vergangenen Jahr hatten die Rebellen den Norden des Landes unter ihre Kontrolle gebracht.