Friedensabkommen für krisengeschüttelten Kongo unterzeichnet

Sonntag, 24. Februar 2013, 12:13 Uhr
 

Addis Abeba (Reuters) - Hoffnung auf ein Ende des seit zwei Jahrzehnten andauernden Konflikts in der Krisenregion Kongo.

Mehrere afrikanische Staatschefs haben am Sonntag in der äthiopischen Hauptstadt Addis Abeba ein von der UN vermitteltes Friedensabkommen unterzeichnet. Im vergangenen Monat war eine Übereinkunft noch an Unstimmigkeiten über die Führung einer neuen Truppe gescheitert. Die regionale Streitmacht soll im Osten des Kongo eingesetzt werden und die bewaffneten Gruppen in der Region unter Kontrolle bekommen. Bei der Unterzeichnung des Abkommens waren neben UN-Generalsekretär Ban Ki Moon auch die Staatschefs von Mosambik, Ruanda, Tansania, Südafrika, der Demokratischen Republik Kongo, des kleineren Nachbarlandes Republik Kongo sowie des Südsudans anwesend.

"Es ist meine Hoffnung, dass dieser Rahmen zu einer Ära des Friedens und der Stabilität der Menschen in der Demokratischen Republik Kongo und der Region führen wird", sagte Ban. Kongos Armee kämpft gegen eine als M23 bekannte Gruppe von Aufständischen, die vor allem im Norden des Landes ihren Machtbereich ausgedehnt und eine halbe Million Menschen vertrieben hat. Experten der Vereinten Nationen haben den Nachbarländern Ruanda und Uganda wiederholt vorgeworfen, die Rebellen zu unterstützen, was die beiden Staaten stets abstritten.

Kongos Regierung führt in Uganda Gespräche mit den Aufständischen über ein breit angelegtes Abkommen zu Sicherheits-, Wirtschafts- und Politikthemen. Dazu gehört eine Amnestie für "kriegerische und rebellische Handlungen", die Freilassung von politischen Gefangenen sowie ein Ausgleich für Kriegsschäden. Kongos Präsident Joseph Kabila sicherte nach der Unterzeichnung des Friedensabkommens zu. Die Rebellen hatten ihm vorgeworfen, ein Abkommen vom 23. März 2009 gebrochen zu haben, und sich den Sturz Kabilas sowie die Eroberung des ganzen Landes zum Ziel gesetzt.

 
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