Ägyptischer Präsident lädt Opposition zu Dialog über Wahl ein

Montag, 25. Februar 2013, 07:50 Uhr
 

Kairo (Reuters) - Der ägyptische Präsident Mohamed Mursi hat die Oppositionsparteien für Montag zu einem Dialog über die bevorstehende Parlamentswahl eingeladen.

Er wolle den Vertretern des gesamten politischen Spektrums klarmachen, dass die Wahl transparent und fair ablaufen werde, sagte Mursi am späten Sonntagabend. Bislang waren ähnliche Dialogangebote Mursis von der Opposition abgelehnt worden. Einige Parteien hatten mit einem Wahlboykott gedroht.

Mursi will mit der Wahl, die am 22. April beginnen und sich bis in den Juni hineinziehen soll, den Schlussstein für die Umwandlungen nach dem Sturz des langjährigen Machthabers Husni Mubarak setzen. Bislang hat die islamistische Muslimbruderschaft, die den gewählten Staatschef unterstützt, alle Abstimmungen nach dem Volksaufstand in dem nordafrikanischen Land gewonnen.

Zuletzt war die Lage in Ägypten wieder angespannt. Anlässlich des zweiten Jahrestages des Aufstands gegen Mubarak zogen in den vergangenen Wochen in mehreren Städten zahlreiche Ägypter auf die Straßen, um gegen Mursi, die neue Verfassung und den Einfluss der Muslimbruderschaft auf Politik und Regierung zu demonstrieren. Bei Ausschreitungen wurden etwa 60 Menschen getötet.

Nach Protesten von Christen hatte Mursi den Termin für die Wahl um einige Tage vorgezogen. Damit kollidiert sie nicht mehr mit dem Osterfest der koptischen Christen, die zehn Prozent der ägyptischen Bevölkerung stellen.

 
George Sabra, head of Syrian Opposition Coalition talks to reporters at the Arab League headquarters after meeting with Secretary General of the Arab league, Nabil Elaraby in Cairo February 24, 2013. REUTERS/Stringer (EGYPT - Tags: POLITICS BUSINESS)