Russland stellt Georgien Ultimatum zu Abchasien
Tiflis (Reuters) - Russland hat von Georgien die Niederlegung der Waffen in einer Sicherheitszone im Grenzgebiet zur abtrünnigen georgischen Region Abchasien verlangt.
Die Regierung in Tiflis wies die Forderung umgehend zurück. "Wir werden den Russen keine einzige Waffe übergeben", erklärte ein Sprecher des georgischen Innenministeriums am Montag. Der Kommandeur der russischen Friedenstruppen in der Region, Sergej Tschaban, kündigte daraufhin laut Nachrichtenagentur Interfax an, dass nun alle nötigen Maßnahmen zur Durchsetzung der Aufforderung ergriffen würden.
Kurz zuvor hatte Interfax unter Berufung auf einen russischen Militärvertreter berichtet, dass Russland seine Truppen in der nach Südossetien zweiten abtrünnigen georgischen Region verstärkt hat. Es seien dort nun mehr als 9.000 Fallschirmjäger und 350 Panzer stationiert. Nach einem Waffenstillstandsabkommen von 1994 darf Russland in Abchasien bis zu 3000 Soldaten unter Waffen haben. Am Wochenende drohten sich die Kämpfe zwischen russischen und georgischen Truppen um Südossetien auf Abchasien auszuweiten.
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