Moratorium zeigt Wirkung - Einige Walbestände erholen sich

Dienstag, 12. August 2008, 13:18 Uhr
 

Oslo (Reuters) - Dank der Einschränkung des kommerziellen Walfangs haben sich einige Populationen der großen Meeressäuger nach Angaben der Internationalen Naturschutzunion IUCN erholt.

Weniger Walarten seien demnach vom Aussterben bedroht, darunter vor allem Buckel - und Minkwale. Die Bestände hätten sich stabilisiert und gäben Grund zu vorsichtigem Optimismus, sagte der Vorsitzende einer IUCN-Expertengruppe, Randall Reeves, am Dienstag. Auf einer neuen Roten Liste werde der Buckelwal daher nicht mehr in der Kategorie "gefährdet" sondern als "weniger gefährdet" geführt. Gleiches gelte für den südlichen Glattwahl und den Zwergwal.

Trotz der erfreulichen Entwicklung müssten etwa ein Viertel der Meeressäuger noch immer als bedroht angesehen werden, darunter der Blau- und der Finnwal, erklärten die Tierschützer. Auch der Vaquita-Wal im Golf von Kalifornien ist nach wie vor vom Aussterben bedroht. Die größten Gefahren gingen von der Fischerei aus: Die Tiere würden von Schiffen verletzt oder aus ihrem Lebensraum vertrieben, sie verfingen sich in Netzen oder fänden keine Nahrung mehr. Als größte Walfang-Nationen gelten Japan, Norwegen und Island.