Rot-Kreuz-Teams erkunden Lage in Birma
Berlin (Reuters) - In den Katastrophengebieten Birmas haben Teams des Roten Kreuzes damit begonnen, die Lage für gezielte Hilfen zu sondieren.
In den nach dem verheerenden Zyklon schwer zugänglichen Regionen seien fünf Erkundungsgruppen unterwegs, denen sechs ausländische Rot-Kreuz-Mitarbeiter angehörten, sagte DRK-Sprecher Frederik Barkenhammar am Dienstag in Berlin. Den Teams gehörten jeweils fünf bis zehn Mitarbeiter an. Die internationalen Rot-Kreuz-Gesellschaften könnten sich zudem auf 10.000 birmanische Freiwillige stützen, die in einer ersten Hilfsaktion damit begonnen hätten, 2000 Pakete mit Kleidern, Decken, Moskitonetzen und Kochutensilien zu verteilen.
Bei dem Wirbelsturm sind nach jüngsten Behördenangaben mindestens 15.000 Menschen ums Leben gekommen. 30.000 Menschen wurden am Dienstag noch vermisst. Barkenhammar sagte, die Erkundungsteams könnten sich in dem vom Militär regierten südostasiatischen Land frei bewegen. Das Wichtigste sei jedoch das Netzwerk der birmanischen Mitarbeiter, weil sie die Hilfsgüter verteilten. Sie hätten auch frisches Wasser ausgegeben. "Wasser ist das wichtigste Hilfsgut", sagte der DRK-Sprecher. Ohne frisches Wasser könnten sich Krankheiten ausbreiten. "Dann kommt die Katastrophe nach der Katastrophe." Aus Deutschland und anderen Ländern könnten kurzfristig Anlagen zur Trinkwasseraufbereitung geliefert werden.
Das Deutsche Rote Kreuz (DRK) hat zu Spenden für die birmanische Bevölkerung aufgerufen.
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