Vogelgrippe in Ägypten - Vier Tote in einer Woche

Dienstag, 1. Januar 2008, 14:51 Uhr
 

Kairo (Reuters) - In Ägypten sind innerhalb einer Woche vier Frauen an der gefährlichen Variante der Vogelgrippe gestorben.

Bei dem jüngsten H5N1-Fall handelt es sich um eine Frau aus dem Norden des Landes, die engen Kontakt zu Geflügel hatte, erklärte die Weltgesundheitsorganisation (WHO) am Montag. Damit sind seit Anfang 2006 in dem bevölkerungsreichsten arabischen Staat 19 Menschen an der aus Asien eingeschleppten Vogelgrippe-Variante gestorben. Experten warnen, der Virus könne mutieren und sich dann leicht von Mensch zu Mensch übertragen.

Auch in Südasien trat die Vogelgrippe wieder auf. In Bangladesch töteten die Behörden rund 20.000 Hühner, nachdem der Erregervirus bei einer staatlichen Geflügelfarm in der Nähe der Hauptstadt Dhaka festgestellt worden war. Seit dem Ausbruch der Vogelgrippe bei Dhaka im März haben die Behörden rund 300.000 Hühner getötet. Rund vier Millionen Menschen in Bangladesch haben direkt oder indirekt mit Geflügelzucht zu tun. Bislang wurden aber nach Angaben der Regierung und Gesundheitsbehörden in dem südasiatischen Land keine Menschen mit dem Erreger infiziert. In Bangladesch gibt es rund 150.000 Geflügelfarmen mit einem Jahresumsatz von insgesamt 750 Millionen Dollar.

Nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation starben seit 2003 bislang mehr als 210 Menschen in zwölf Ländern an der Vogelgrippe.