Mugabe droht Auslandsfirmen bei Sanktionen mit Enteignung
Harare (Reuters) - Der simbabwische Präsident Robert Mugabe will ausländische Firmen enteignen, falls diese drohende Sanktionen gegen seine Regierung umsetzen sollten.
Hierzu habe die Regierung angefangen, die Besitzstrukturen westlicher Unternehmen zu prüfen, berichtete die staatliche Zeitung "Sunday Mail". Das Land könne so auf den möglichen Abzug von Investitionen reagieren, falls die USA und Großbritannien Sanktionen erlassen.
Vorläufigen Ergebnissen zufolge befänden sich noch knapp 500 britische und rund 350 weitere europäische Firmen in Simbabwe, berichtete die Zeitung weiter. Einheimische Investoren und Firmen aus freundlicher gesinnten Ländern - vor allem aus dem fernen Osten - könnten diese Betriebe übernehmen, falls sie Aufforderungen aus den USA und Europa nachkommen und sich aus Simbabwe zurückzögen. Viele westliche Firmen in Simbabwe sind etwa in den Bereichen Tourismus und Landwirtschaft tätig.
Simbabwes Wirtschaft versinkt derzeit im Chaos. Angesichts der Hyperinflation mit einer offiziellen Teuerungsrate von derzeit über zwei Millionen Prozent führt die Zentralbank in dieser Woche einen 100-Milliarden-Dollar-Schein ein. Mugabe macht die angebliche Sabotage westlicher Regierungen für die Krise verantwortlich.
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