Pakistan verurteilt US-Luftangriff - Elf Soldaten getötet
Islamabad (Reuters) - US-Truppen haben nach Angaben aus Islamabad elf pakistanische Soldaten im Grenzgebiet zu Afghanistan getötet.
Das pakistanische Militär und die Regierung von Ministerpräsident Yousaf Raza Gilani verurteilten den Luftangriff scharf. Der Zwischenfall belaste die Zusammenarbeit mit den USA im Kampf gegen Extremisten. Die US-Armee bestätigte lediglich, dass der Angriff mit der pakistanischen Seite abgestimmt worden sei. Der Vorfall werde untersucht.
"Solche Gewalttaten dienen nicht der gemeinsamen Sache, den Terrorismus zu bekämpfen", kritisierte das pakistanische Militär die USA. Der Vorfall habe sich im Grenzgebiet in der Region Mohmand ereignet. Es handle sich um eine "feige" Tat, die die Zusammenarbeit im Anti-Terror-Kampf belaste.
Aus pakistanischen Sicherheitskreisen war zuvor verlautet, US-Truppen hätten in Afghanistan auf Angriffe eindringender Extremisten reagiert. Offen blieb, wie die Soldaten umkamen und ob es sich bei den beschuldigten US-Truppen um Nato-Einheiten oder eine separate US-Einheit handelte.
Ein Sprecher der pakistanischen Taliban teilte mit, seine Kämpfer hätten afghanische und US-Soldaten angegriffen, als diese auf der pakistanischen Seite einen Posten errichten wollten. Durch die Luftangriffe seien acht Taliban getötet und neun weitere verletzt worden.
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