Attentäter sprengt Lkw an Gaza-Grenzübergang in die Luft
Gaza (Reuters) - Bei der Explosion eines mit Sprengstoff beladenen Lastwagens an einem wichtigen Grenzübergang zwischen Israel und dem Gazastreifen ist ein militanter Palästinenser getötet worden.
Die Extremistengruppe Islamischer Dschihad bekannte sich zu dem Anschlag am Donnerstag, bei dem vier Tonnen Sprengstoff eingesetzt worden seien. Außer dem Selbstmordattentäter kam nach Angaben der israelischen Armee niemand bei der Detonation zu Schaden, die noch in 30 Kilometern Entfernung zu hören war.
Israelischen Medienberichten zufolge schossen Soldaten auf den Lastwagen, als er sich dem Grenzübergang Eres näherte. Eine Armeesprecherin sagte, das Fahrzeug sei auf der palästinensischen Seite der Anlage explodiert. Die Wucht der Detonation habe in den Gebäuden in der Nähe die Fensterscheiben zersplittern lassen. Zwei weitere an dem Anschlag beteiligte Männer seien bei einem Luftangriff auf ihr Fluchtfahrzeug getroffen worden. Dem Islamischen Dschihad zufolge sprangen sie dagegen aus dem Auto, bevor die Rakete einschlug.
Die Organisation bezeichnete den Anschlag als gemeinsame Operation mit den Al-Aksa-Märtyrerbrigaden, die zur Fatah von Palästinenserpräsident Mahmud Abbas gehören. Als Attentäter nannten sie einen 23-Jährigen aus Dschabalja im nördlichen Gazastreifen. Der UN-Sonderkoordinator für den Nahost-Friedensprozess, Robert Serry, verurteilte den Anschlag als "völlig inakzeptabel".
Am Grenzübergang Karni schossen israelische Soldaten Rettungskräften zufolge auf Palästinenser, die sich nach einer Demonstration den Sicherungsanlagen näherten. Dabei sei ein Mensch getötet worden, außerdem habe es zehn Verletzte gegeben. Die israelische Armee sagte, die Soldaten hätten einen von mehreren Bewaffneten getroffen, die aus der Menge heraus auf sie geschossen hätten. Bei einer Armee-Razzia im zentralen Gazastreifen wurde nach Angaben von Sanitätern und der Hamas ein 63-Jähriger getötet.
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