Bin Laden ruft zur Befreiung Palästinas auf
Dubai (Reuters) - Al-Kaida-Chef Osama bin Laden hat die Muslime zur Befreiung Palästinas aufgerufen.
In einer Botschaft zum 60. Jahrestag der Gründung Israels kündigte der Führer der Extremistengruppe eine Fortsetzung des Kampfes gegen den jüdischen Staat an. Die Al-Kaida werde keinen Fußbreit palästinensischen Boden preisgeben, hieß es in Tonaufnahme, die am Freitag auf einer islamistischen Internetseite veröffentlicht wurde. Die Echtheit der Botschaft war zunächst nicht gesichert, die Stimme auf dem Band hörte sich jedoch wie die Bin Ladens an.
Der Konflikt zwischen Israel und den Palästinensern sei der Kern des muslimischen Kampfes mit dem Westen, hieß es in der Aufnahme weiter. Er habe auch die 19 Attentäter vom 11. September 2001 inspiriert.
Nach Auffassung der Organisation Laura Mansfield, die islamistische Internetseiten beobachtet, hat bin Laden den Schwerpunkt seiner Botschaften mittlerweile verschoben. Während es darin anfangs vor allem um den Abzug der US-Streitkräfte aus Saudi-Arabien gegangen sei, setze sich bin Laden nun stärker mit der Palästinenser-Frage auseinander.
In einer Botschaft vom 20. März hatte Bin Laden die Muslime aufgefordert, mit dem Ziel der Befreiung Palästinas vor Augen weiterhin gegen die US-Streitkräfte im Irak zu kämpfen. Al-Kaida hat wiederholt erklärt, die Palästinenser zu unterstützen und Angriffe auf Juden innerhalb und außerhalb Israels angekündigt.
Ein Sprecher des israelischen Außenministeriums erklärte, bei den Aufnahmen handle es sich um die Drohungen eines verrückten Terroristen, denen man keine Aufmerksamkeit schenke. Es sei an der Zeit, dass Bin Laden gefasst und für seine Verbrechen bestraft werde.
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