Türkei: Angriffe auf PKK-Rebellen im Norden des Irak

Sonntag, 11. Mai 2008, 11:11 Uhr
 

Istanbul (Reuters) - Die Türkei ist nach eigenen Angaben mit Luftangriffen und Artilleriebeschuss gegen Kurden-Rebellen im Nordirak vorgegangen.

Der Einsatz in der Nacht zum Sonntag habe einer Gruppe von PKK-Mitgliedern gegolten, die nach einem Angriff auf einen türkischen Armeestützpunkt über die Grenze in den Irak geflohen seien, teilte das Militär am Sonntag mit. Wie viele Opfer es bei dem nächtlichen Einsatz aufseiten der Kurdischen Arbeiterpartei (PKK) gegeben habe werde noch ermittelt. Bei dem Angriff der PKK auf den Militärstützpunkt am Freitag starben zwei Soldaten, vier weitere wurden bei anschließenden Gefechten getötet.

Die PKK kämpft seit 1984 für einen eigenen Kurdenstaat im Südosten der Türkei und nutzt nach Einschätzung der Regierung in Ankara den Nordirak als Rückzugsgebiet. Bei dem jahrzehntelangen Kampf der PKK kamen nach türkischen Angaben 40.000 Menschen ums Leben. Die Türkei hat Zehntausende Soldaten in der Grenzregion zum Irak stationiert, um dort gegen die Aufständischen vorzugehen.