USA bestreiten Festnahme von Al-Kaida-Chef im Irak

Freitag, 9. Mai 2008, 13:33 Uhr
 

Bagdad (Reuters) - Die USA sind irakischen Angaben über die angebliche Festnahme des Al-Kaida-Chefs in dem Golfstaat entgegengetreten.

Ein im nordirakischen Mossul gefasster Mann sei nicht der mit einem Kopfgeld von fünf Millionen Dollar gesuchte Extremistenführer Abu Ajjub al-Masri. "Er ist nicht festgenommen worden", sagte ein hochrangiger US-Militärvertreter am Freitag. Ein Sprecher des irakischen Innenministeriums hatte erklärt, ein in Mossul Festgenommener habe gestanden, der Irak-Chef der Islamistengruppe zu sein. Ein zuvor gefasster Gefährte al-Masris habe Sicherheitskräfte zu dessen Versteck in der Stadt geführt.

Eine Gefangennahme ihres Anführers wäre ein weiterer Schlag für Al-Kaida im Irak gewesen. Eine Aufstockung der US-Truppen sowie das Auftreten mit ihnen verbündeter Stammesmilizen haben die Extremistengruppe aus ihren früheren Hochburgen in Bagdad und dem Westirak in den Norden des Landes verdrängt.

Vor einem Jahr hatte es schon einmal Verwirrung um al-Masri gegeben. Damals hatte das irakische Innenministerium erklärt, der Extremist sei getötet worden. Der Ägypter führt Al-Kaida im Irak seit dem Tod des Jordaniers Abu Mussab al-Sarkawi bei einem US-Luftangriff im Juni 2006.