Iran erwartet Verhandlungen im Atomstreit
Wien (Reuters) - Im Streit über sein Atomprogramm hat der Iran die Hoffnung auf Verhandlungen mit dem Westen geäußert.
Die Positionen und Erwartungen beider Seiten seien bekannt und er hoffe, dass die Gespräche auf dieser Grundlage geführt werden könnten, sagte der Chef der iranischen Atombehörde und Vizepräsident Gholamresa Aghasadeh am Donnerstag in Wien. Die Gespräche seines Landes mit den fünf UN-Vetomächten und Deutschland könnten vom Nahost-Konflikt bis zum steigenden Ölpreis viele Probleme lösen.
Ein Treffen des Iran mit den sechs Mächten war am Samstag ohne greifbares Ergebnis geblieben. Die sechs Länder gaben dem Iran zwei Wochen Zeit, sich zu Forderungen nach einem Aussetzen der Urananreicherung zu äußern. Anderenfalls wollen sie die Sanktionen gegen die Islamische Republik verschärfen. Der Iran lehnt es ab, die Uranreicherung zu stoppen.
Der russische Außenminister Sergej Lawrow wandte sich indes dagegen, dem Iran "künstliche Grenzen" für die Beendigung der Anreicherung zu setzen. Die Islamische Republik dürfe ihrerseits den Gesprächsprozess nicht untergraben.
Die sechs Mächte werfen dem Iran vor, unter dem Deckmantel der Stromerzeugung nach Atomwaffen zu streben. Das Land beteuert, sein Atomprogramm diene ausschließlich zivilen Zwecken.
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