Frist für Stichwahl in Simbabwe um Wochen verlängert
Harare (Reuters) - Trotz des Protests der Opposition hat Simbabwe die Frist für die zweite Runde der Präsidentenwahl um mehr als zwei Monate verlängert.
Die Stichwahl werde innerhalb von 90 Tagen angesetzt, teilte die Regierung am Mittwoch mit. Die Frist begann den Angaben zufolge mit der Bekanntgabe des Wahlergebnisses am 2. Mai. Das Gesetz schreibt einen Zeitraum von 21 Tagen vor. Präsident Robert Mugabe hat dem offiziellen Ergebnis zufolge die erste Runde gegen seinen Herausforderer Morgan Tsvangirai verloren. Dem Oppositionschef reichte es demnach aber nicht für einen direkten Einzug ins Amt des Staatschefs.
Tsvangirais Bewegung für Demokratischen Wandel (MDC) verurteilte die Verlängerung der Frist als Verstoß gegen das Gesetz und unfair gegenüber der Opposition. "Damit sollen Mugabe und seine Partei Zanu-PF mehr Zeit bekommen, uns zu schikanieren und weiter gewaltsam gegen die MDC vorzugehen", erklärte der Sprecher der Bewegung, Nelson Chamisa.
Die MDC wirft der Regierung vor, vor allem in ländlichen Gebieten ihre Anhänger systematisch einzuschüchtern. Auch internationale Menschenrechtsgruppen berichten von Gewalt und Übergriffen von mit der Regierung verbündeten Gruppen auf Gegner Mugabes.
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