Nato erhöht Alarmbereitschaft für Kosovo-Verbände
Brüssel (Reuters) - Die Nato hat zwei für den Einsatz im Kosovo vorgesehene Bataillone in höhere Alarmbereitschaft versetzt. In Kreisen des Bündnisses hieß es am Mittwoch, für den britischen und den deutsch-österreichischen Verband bestehe Marschbereitschaft.
Beide Bataillone seien derzeit nicht im Kosovo stationiert, das sich am 17. Februar gegen den Willen der Regierung in Belgrad von Serbien unabhängig erklärt hatte. Weiter hieß es, mehrere Kompanien der Kfor-Truppe seien in Erwartung von Unruhen in den Norden des Kosovo verlegt worden.
Die Nato wollte die Angaben nicht kommentieren. Ein Sprecher verwies darauf, dass das Bündnis seine Präsenz im Norden nach den Krawallen der vergangenen Woche verstärkt habe.
Die serbische Minderheit verlangte die Rückkehr russischer Truppen in das Kosovo. Die Russen sollten zur Stabilisierung in den überwiegend von Serben bewohnten Gebieten beitragen, erklärte der Nationalrat der Kosovo-Serben. Russland hatte sich bis 2003 an der Kfor-Truppe beteiligt, die von der Nato befehligt wird.
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