Dalai Lama: China zeigt Bereitschaft zur Verständigung
Berlin (Reuters) - Der Dalai Lama hat China die Bereitschaft zur Verständigung mit den Tibetern bescheinigt.
Bei den Gesprächen seiner Abgesandten mit der Regierung in Peking zu Wochenbeginn hätten beide Seiten ihr Interesse gezeigt, "eine gemeinsame Vorgehensweise zu erreichen". Dabei handle es sich nicht um abstrakte Willensbekundungen, sagte das Oberhaupt der Tibeter laut einem am Freitag veröffentlichten Gespräch mit dem Nachrichtenmagazin "Spiegel". Vielmehr habe es "konkrete Vorschläge" für die fest vereinbarte nächste Gesprächsrunde gegeben. Die Atmosphäre der bisherigen Unterredungen bezeichnete er als "nicht aggressiv, sondern respektvoll".
Dass es nach den Unruhen in Tibet im März überhaupt zu den Kontakten kam, führte der im indischen Exil lebende Dalai Lama auf den internationalen Druck sowie die Sorge Chinas um die Olympischen Spiele in Peking im Sommer zurück. "Ich kann nur jede freie Gesellschaft, gerade auch Deutschland, ermutigen, diesen Druck weiter aufrechtzuerhalten", fügte er hinzu. Die Regierung in Peking rief er auf, Belege für ihre wiederholten Vorwürfe zu präsentieren, dass er hinter den Unruhen stecke. Andernfalls solle sie einen Verständigungskurs einschlagen.
Der Dalai Lama wird Ende der kommenden Woche zu einem mehrtätigen Besuch in Deutschland erwartet.
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