Inland | Montag, 25. Februar 2013, 13:25 Uhr

Schäuble will sich bei Zypern-Entscheidung nicht drängen lassen

Berlin Auch nach der Wahl eines reformorientierten Ministerpräsidenten in Zypern will sich Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble bei der Entscheidung über Hilfsmaßnahmen für das kriselnde Euro-Land nicht unter Druck setzen lassen.

"Es gibt keinen Sinneswandel. Der Minister lässt sich nicht drängeln", sagte Ministeriums-Sprecher Martin Kotthaus am Montag in Berlin. Man könne aber gleichwohl "anstreben, dass man so schnell wie möglich arbeitet", fügte er hinzu.

Wenn eine neue Regierung gewählt sei, könne man hoffen, dass nun "mehr Schwung" in das Verfahren um den zyprischen Hilfsantrag hineinkomme. Die Hindernisse - wie die Frage der Geldwäsche, Steuerfragen und der Systemrelevanz - müssten überwunden werden. In einer gemeinsamen Erklärung hatten Deutschland und Frankreich zuvor auf den raschen Abschluss eines Rettungspakets für das Euro-Land gedrungen. "Die Diskussionen sollten in Kürze wieder aufgenommen und eine Einigung vor Ende März angestrebt werden", hieß es in der Erklärung.

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