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Amnesty kritisiert Abschiebungen nach Afghanistan
5. Oktober 2017 / 05:09 / in 18 Tagen

Amnesty kritisiert Abschiebungen nach Afghanistan

Kabul (Reuters) - Die Menschenrechtsorganisation Amnesty International hat die Abschiebungen von abgelehnten Asylbewerbern nach Afghanistan scharf kritisiert.

People hold signs as they protest against the German government's decision to deport migrants who were denied asylum, at Duesseldorf Airport, Germany September 12, 2017. Sign reads (L): "Afghanistan is not safe". REUTERS/Wolfgang Rattay - RC1BB92A96F0

Die europäischen Länder setzten eine “rücksichtslose und illegale” Praxis um und nähmen keine Rücksicht darauf, dass die Gewalt in dem Land auf einem Rekordhoch sei, sagte Anna Shea, zuständige Expertin bei der Menschenrechtsorganisation, am Donnerstag. Amnesty forderte die EU und ihre Mitgliedsstaaten auf, die Abschiebungen zu stoppen, bis die Lage in Afghanistan sicher sei. Nach Daten der Vereinten Nationen starben in der ersten Jahreshälfte mindestens 1662 Zivilisten in Afghanistan, 3581 wurden verletzt. Fast ein Fünftel der Vorfälle ereignete sich in der Hauptstadt Kabul.

Amnesty zufolge sind zuletzt deutlich mehr abgelehnte Asylbewerber nach Afghanistan zurückgekehrt, entweder bei einer Abschiebung oder auf freiwilliger Basis. Ihre Zahl verdreifachte sich von 2015 bis 2016 auf 9460 Menschen. Zugleich ging die Zahl der Flüchtlinge aus Afghanistan in den vergangenen Monaten massiv zurück.

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