December 2, 2019 / 4:22 PM / 14 days ago

AKK - Vieles spricht für Fortsetzung des Afghanistan-Einsatzes

CDU party chairwoman Annegret Kramp-Karrenbauer speaks at the Christian Democratic Union (CDU) party congress in Leipzig, Germany, November 22, 2019. REUTERS/Hannibal Hanschke

Masar-i-Scharif (Reuters) - Bundesverteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer setzt auf eine Verlängerung des Bundeswehr-Einsatzes in Afghanistan nach Ablauf des aktuellen Mandats Ende März.

Die Entscheidung über eine Fortsetzung des Engagements werde im Frühjahr fallen, sagte die Ministerin am Montag bei ihrem ersten Besuch der deutschen Soldaten in Masar-i-Scharif. Dabei werde auch eine Rolle spielen, wie sich die Friedensverhandlungen entwickelten. “Aber Stand heute würde ich sagen, dass sehr vieles dafür spricht, dass die Arbeit, die wir begonnen haben und die noch nicht beendet ist, auch fortgesetzt werden kann.”

Kramp-Karrenbauer sprach von einem langen, schwierigen Weg. Die Arbeit sei noch nicht erledigt. Der seit 18 Jahren andauernde Einsatz am Hindukusch sei jedoch nicht gescheitert, es gebe Fortschritte. 

US-Präsident Donald Trump hatte vor einigen Tagen bei seinem ersten Besuch in Afghanistan eine Wiederaufnahme der US-Friedensverhandlungen mit den radikalislamischen Taliban angekündigt, die er im September nach einem Anschlag gestoppt hatte. Direkte Verhandlungen mit der afghanischen Regierung lehnen die Islamisten bisher ab. Deutschland half zuletzt, Treffen zwischen Vertretern der afghanischen Gesellschaft und den Taliban zu arrangieren, die den Weg für direkte Friedensgespräche ebnen könnten.

Derzeit sind noch etwa 1300 deutsche Soldaten als Teil eines Nato-Beratungseinsatzes am Hindukusch stationiert, gut 1000 von ihnen in Masar-i-Scharif. Trumps erklärtes Ziel ist es, den längsten Kriegseinsatz der USA gegen Sicherheitsgarantien der Taliban zu beenden und die amerikanischen Soldaten vom Hindukusch abzuziehen. Die Sprunghaftigkeit des US-Präsidenten etwa in der Syrien-Politik nährt bei den Verbündeten allerdings die Sorge vor einem unabgestimmten Abzug der US-Truppen, der auch das Aus für den Rest des Nato-Einsatzes bedeuten dürfte.

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