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Grünen-Außenpolitiker nennt Trumps Afghanistan-Wende "verheerend"
22. August 2017 / 10:08 / in einem Monat

Grünen-Außenpolitiker nennt Trumps Afghanistan-Wende "verheerend"

U.S. President Donald Trump announces his strategy for the war in Afghanistan during an address from Fort Myer, Virginia, U.S., August 21, 2017. REUTERS/Joshua Roberts TPX IMAGES OF THE DAY

Berlin (Reuters) - Die neue Afghanistan-Strategie von US-Präsident Donald Trump ist in Deutschland auf scharfe Kritik gestoßen.

“Die Trennung von Terror-Bekämpfung und Staatsaufbau ist verheerend und verkennt den Kern der Radikalisierung in Afghanistan”, sagte der Grünen-Außenexperte Omid Nouripour am Dienstag der Nachrichtenagentur Reuters. “Ohne Staatsaufbau kann man nur Terror-Symptome bekämpfen, nicht den Terrorismus.” Ein schwacher Staat könne seinen Bürgern nichts bieten. Dies treibe die Menschen den radikalislamischen Taliban in die Arme.

Trump hatte zuvor ein verstärktes Engagement der amerikanischen Streitkräfte in Afghanistan angekündigt. Im Gespräch ist, die aktuelle Truppenstärke von 8400 um 4000 aufzustocken. Allerdings wollen die USA künftig den Aufbau staatlicher Strukturen in dem zentralasiatischen Land einstellen und sich nur noch auf die militärische Bekämpfung der Extremisten konzentrieren. Dies ist ein Bruch mit dem in den vergangenen Jahren von den Nato-Staaten verfolgten Ansatz, der Hilfe sowohl im militärischen als auch zivilen Bereich vorsieht.

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