February 15, 2018 / 9:56 AM / 10 months ago

UN melden fast 3500 getötete Zivilisten in Afghanistan 2017

An Afghan girl walks through a cemetery during a rainy day in Kabul, Afghanistan March 16, 2016. REUTERS/Mohammad Ismail

Kabul (Reuters) - Die Gewalt in Afghanistan hat nach Angaben der Vereinten Nationen (UN) im vergangenen Jahr fast 3500 Zivilisten das Leben gekostet.

Weitere rund 7000 seien verletzt worden, teilten die UN am Donnerstag mit. Mit insgesamt mehr als 10.000 Toten und Verletzten sank die Zahl der zivilen Opfer demnach im Vergleich zu 2016 zwar um neun Prozent. Es habe aber mit 295 Toten und 336 Verletzten sieben Prozent mehr Opfer von Luftangriffen der Regierungstruppen und ihrer US-Verbündeten gegeben. US-Präsident Donald Trump hatte im August verstärkt Luftangriffe angeordnet, Aufständische reagierten mit Attacken in Kabul. Insgesamt kamen 2017 die meisten Zivilisten bei Anschlägen von Regierungsgegnern ums Leben. Unter den Todesopfern sind auch 861 Kinder.

Die zivilen Opfer seien mitten aus ihrem Alltag gerissen worden, sagte der UN-Menschenrechtsbeauftragte Zeid Ra’ad al-Hussein. Sie seien Bus gefahren, hätte in einer Moschee gebetet oder seien einfach nur an einem Gebäude vorbeigegangen, das ins Visier genommen worden sei. Bei solchen Angriffen dürfte es sich in den meisten Fällen um Kriegsverbrechen handeln. “Die Täter müssen identifiziert und zur Verantwortung gezogen werden”, forderte al Hussein.

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