November 12, 2019 / 5:41 AM / 25 days ago

BMAS - "TÜV" für Künstliche Intelligenz ist startklar

The humanoid robot AILA (artificial intelligence lightweight android) operates a switchboard during a demonstration by the German research centre for artificial intelligence at the CeBit computer fair in Hanover March, 5, 2013. The biggest fair of its kind open its doors to the public on March 5 and will run till March 9, 2013. REUTERS/Fabrizio Bensch (GERMANY - Tags: BUSINESS SCIENCE TECHNOLOGY)

München (Reuters) - In deutschen Unternehmen steigen die Einsatzmöglichkeiten für Künstliche Intelligenz (KI).

Da die Entwicklung Auswirkungen auf Firmen und Beschäftigte hat, ruft das Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) eine Art TÜV für die Anwendungen der KI in Unternehmen ins Leben. Noch in diesem Jahr soll nach Vorab-Informationen der “Süddeutschen Zeitung” (Dienstagsausgabe) das “deutsche KI-Oberservatorium” seine Arbeit aufnehmen. Es soll Chancen und Risiken der künstlichen Intelligenz bewerten und politisch steuern helfen.

Der Staatssekretär im BMAS, Björn Böhning, sagte der Zeitung: “Wir schauen uns an, wo diese Technologie eingesetzt wird und wo das in sensiblen Bereichen geschieht.” Wenn es sich um eine durch KI entstandene Playlist bei einem Musik-Streamingdienst handele, so Böhning, dann sei “das kein Problem für die Politik. Wenn aber ein autonom fahrendes Auto entscheidet, wird ein Begrenzungspfahl umgefahren oder die Gruppe von Menschen daneben, dann geht es um eine andere Risikoklasse, für die wir dann auch politische Gestaltung brauchen.”

Der Fokus des BMAS liegt auf KI-Anwendungen im Wirtschafts- und Arbeitsleben. Derzeit wird insbesondere die aktuelle Entwicklung im deutschen Einzelhandel und im Finanz- und Bankensektor beobachtet. Klassische Berufe wie Kassiererin und Kassierer haben kaum noch Zukunft – eine Folge der rasanten Digitalisierung, die von weltweit agierenden Verkaufsplattformen wie Amazon befeuert wird. Aber auch im Finanzsektor wird ein KI-Schub erwartet, und zwar in einem Kernbereich der Branche: Das Kredit- und das Aktiengeschäft werden künftig immer stärker durch KI begutachtet und bewertet, was einen spürbaren Einfluss auf die Beschäftigten haben dürfte.

Insgesamt erwarten Fachleute des Ministeriums, dass durch den Strukturwandel in den nächsten fünf Jahren 1,3 Millionen Arbeitsplätze in Deutschland verloren gehen, aber auch 2,1 Millionen neue Stellen entstehen werden. Bis 2035 werden demnach sogar rund vier Millionen Arbeitsplätze wegfallen, aber auch etwa 3,3 Millionen neue Jobs hinzukommen.

0 : 0
  • narrow-browser-and-phone
  • medium-browser-and-portrait-tablet
  • landscape-tablet
  • medium-wide-browser
  • wide-browser-and-larger
  • medium-browser-and-landscape-tablet
  • medium-wide-browser-and-larger
  • above-phone
  • portrait-tablet-and-above
  • above-portrait-tablet
  • landscape-tablet-and-above
  • landscape-tablet-and-medium-wide-browser
  • portrait-tablet-and-below
  • landscape-tablet-and-below