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Weltnachrichten

Aserbaidschan warnt Armenien vor Angriffen auf Ölpipelines

Aftermath of recent shelling during a military conflict over the breakaway region of Nagorno-Karabakh, in Stepanakert October 8, 2020. Hayk Baghdasaryan/Photolure via REUTERS ATTENTION EDITORS - THIS IMAGE HAS BEEN SUPPLIED BY A THIRD PARTY.

Jerewan/Baku (Reuters) - Im Militärkonflikt um die Kaukasus-Region Bergkarabach warnt Aserbaidschan die Regierung Armeniens vor Angriffen auf heimische Öl- und Gaspipelines.

“Armenien versucht unsere Pipelines zu attackieren und die Kontrolle über sie zu übernehmen”, sagte der aserbaidschanische Präsident Ilham Alijew am Mittwoch dem türkischen Sender Haberturk. Solche Versuche werden seinen Worten zufolge “gravierende” Konsequenzen haben. Über die aserbaidschanischen Leitungen werden die Weltmärkte mit Öl und Gas versorgt. Armenien hat bestritten, es auf sie abgesehen zu haben. Trotz der zuletzt vereinbarten Waffenruhe setzten beide Länder ihre Kampfhandlungen fort und gaben sich gegenseitig die Schuld dafür.

In Bergkarabach im Südkaukasus leben überwiegend christliche Armenier, die dortige Führung wird von der armenischen Regierung in Eriwan unterstützt. Völkerrechtlich gehört das Gebiet zum mehrheitlich islamischen Aserbaidschan, von dem es sich jedoch 1991 losgesagt hatte. Die am 27. September ausgebrochenen Kämpfe sind die schwersten in Bergkarabach seit mehr als 25 Jahren. Mehr als 500 Menschen kamen bislang ums Leben. In der Nacht zum Samstag hatten sich die Außenminister Armeniens und Aserbaidschans unter Vermittlung Russlands in Moskau auf eine Waffenruhe verständigt. Die Türkei steht in dem Konflikt an der Seite Aserbaidschans, Armenien hat einen Verteidigungspakt mit Russland.

Der russische Verteidigungsminister Sergej Schoigu rief die Konfliktparteien auf, ihre Kampfhandlungen einzustellen und sich an die Vereinbarungen zu halten. Diese Forderung äußerte er in einem Telefonat mit seinen Amtskollegen aus Aserbaidschan und Armenien. Der russische Außenminister Sergej Lawrow sagte örtlichen Radiosendern an die Adresse der Türkei gerichtet, sein Land sei nicht der Auffassung, dass eine militärische Lösung des Konflikts akzeptabel wäre.

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