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Weltnachrichten

Aserbaidschan wirft Armenien Bruch von neuer Feuerpause in Bergkarabach vor

FILE PHOTO: Armenian reservists undergo training at a firing range before their departure for the front line in the course of a military conflict with the armed forces of Azerbaijan over the breakaway region of Nagorno-Karabakh, near Yerevan, Armenia October 25, 2020. Hayk Baghdasaryan/Photolure via REUTERS ATTENTION EDITORS - THIS IMAGE HAS BEEN SUPPLIED BY A THIRD PARTY./File Photo

Baku/Eriwan (Reuters) - Im Konflikt um die Kaukasus-Region Bergkarabach hat Aserbaidschan Armenien einen Bruch der jüngsten Waffenruhe vorgeworfen.

Armenische Streitkräfte hätten Dörfer in zwei Regionen beschossen und damit die erst am Sonntag vereinbarte Feuerpause verletzt, teilte das aserbaidschanische Verteidigungsministerium am Montag mit. Die von Armenien unterstützte Führung in Bergkarabach bezeichnete dies als “Fehlinformation” und erklärte, dass aserbaidschanische Streitkräfte armenische Militärstellungen mit Raketen angegriffen hätten. Armenien und Aserbaidschan hatten sich erst am Sonntag bei einem Krisengipfel in Washington auf eine neue Waffenruhe geeinigt, die ab Montagmorgen gelten soll.

Zuletzt waren mehrfach solche Vereinbarungen gebrochen worden. Auch am Sonntagabend waren wieder Kämpfe zwischen beiden Seiten aufgeflammt. In Bergkarabach leben überwiegend christliche Armenier, die dortige Führung wird von Armenien unterstützt. Völkerrechtlich gehört das Gebiet zum mehrheitlich islamischen Aserbaidschan, obwohl es sich 1991 von dem Land losgesagt hatte. Um Bergkarabach hat es in der Vergangenheit wiederholt Kämpfe gegeben. Die jüngsten waren Ende September ausgebrochen, zahlreiche Menschen sind seitdem getötet worden. Armenien kann auf den Beistand Russlands zählen, Aserbaidschan auf den der Türkei.

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