January 2, 2020 / 6:29 AM / 18 days ago

Buschbrände - Massenevakuierungen mit militärischer Hilfe in Australien

The sky glows red as bushfires continue to rage in Mallacoota, Victoria, Australia, December 31, 2019, in this photo obtained from social media. Jonty Smith from Melbourne/via REUTERS ATTENTION EDITORS - THIS IMAGE HAS BEEN SUPPLIED BY A THIRD PARTY. MUST CREDIT "JONTY SMITH FROM MELBOURNE". NO RESALES. NO ARCHIVES. TPX IMAGES OF THE DAY

Melbourne (Reuters) - Die noch immer von den Flammen eingekesselten Urlauber und Anwohner an der Ostküste Australiens sollen mit Unterstützung des Militärs versorgt und evakuiert werden.

Fünf Militärhubschrauber und zwei Marineschiffe seien unterwegs an die Südküste, um Feuerwehrleute zu unterstützen, Wasser und Treibstoff zu liefern und bei der Evakuierung zu helfen, sagten die australischen Streitkräfte am Donnerstag. Die Behörden haben Zehntausende Menschen aufgefordert, die betroffenen Küstenstädte zu verlassen. “Es ist unerlässlich, es ist überlebenswichtig, dass wir alle gehen”, sagte der Verkehrsminister des Bundesstaates New South Wales (NSW), Andrew Constance, im australischen Fernsehen ABC. Er warnt, dass der kommende Samstag “noch schlechter” werden könne, “als das, was wir durchgemacht haben”, da die vorhergesagten extremen Wetterbedingungen die Flächenbrände noch weiter anheizen könnten.

In den sonst in den Sommermonaten beliebten Ferienorten wurden Lebensmittel und Treibstoff knapp, zahlreiche Geschäfte und Tankstellen waren ausverkauft. Die Hauptverkehrstraßen waren wegen Brandgefahr gesperrt, so dass den Autofahrern nur wenige Fluchtwege zur Verfügung stehen und sie sich auf lange Staus einstellen mussten.

Seitdem am 31. Dezember die katastrophalen Feuer mehrere Orte in der Gemeinde Gippsland niederbrannten, waren mehr als 50.000 Menschen ohne Strom und viele Kommunen hatten keinen Zugang zu Trinkwasser. Ein Militärschiff fuhr zur Küstenstadt Mallacoota in Victoria, wo rund 4.000 Menschen seit Silvester auf dem Strand ausharren und auf ihre Rettung warten. Das Marine-Rettungsteam bringe Sanitäter und rund 1,6 Tonnen Wasser, sagten Regierungsvertreter. Die einzige Straße in und aus Mallacoota werde mehrere Wochen lang gesperrt bleiben. “Wir können nicht einmal Feuerwehrfahrzeuge in einige dieser Gemeinden bringen”, sagte der Leiter der Freiwilligen Feuerwehr, Steve Warrington. “Dies ist noch lange nicht vorbei.”

Angetrieben von hohen Temperaturen und starken Winden lodern allein in den südöstlichen Bundesstaten Victoria (VIC) und NSW rund 200 Brände, die mehrere Städte bedrohen.

Nach Angaben der Behörden wurden in NSW seit Montag sieben Menschen Opfer der Flammen, darunter ein freiwilliger Feuerwehrmann, und eine Person werde noch vermisst. Die Zahl der Todesopfer für die diesjährige Brandsaison allein in NSW ist damit auf 15 gestiegen. Die Buschbrände haben laut Angaben der lokalen Feuerwehr in dieser Saison bereits fast 1.300 Häuser in NSW zerstört, darunter in dieser Woche 381 Häuser an der Südküste.

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