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Weltnachrichten

Studenten in Belarus schließen sich Protesten gegen Lukaschenko an

Students march as they protest against presidential election results in Minsk, Belarus September 1, 2020. BelaPAN via REUTERS ATTENTION EDITORS - THIS IMAGE HAS BEEN SUPPLIED BY A THIRD PARTY. NO RESALES. NO ARCHIVES.

(Reuters) - In Belarus haben Hunderte Studenten den Start des neuen Studienjahres boykottiert.

Sie folgten dem Aufruf der ins Exil gegangenen Oppositionspolitikerin Swetlana Tichanowskaja, weiter Druck auf Präsident Alexander Lukaschenko auszuüben und dessen Rücktritt sowie Neuwahlen zu fordern. In der Hauptstadt Minsk schwenkten die Studenten am Dienstag Fahnen der Opposition und sammelten Unterschriften, wie ein Augenzeuge berichtete. Auf Videos in sozialen Netzwerken war zu sehen, dass einige von ihnen festgenommen wurden.

Lukaschenko hält der amtlichen Nachrichtenagentur Belta zufolge die Proteste für beendet. “Der Präsident hat betont, dass der ereignisreiche Sommer beendet ist”, berichtete Belta von einem Besuch Lukaschenkos in einer Berufsschule im Südwesten des Landes. Es sei Zeit, Energie umzuleiten, zitierte die Agentur den Präsidenten.

Lukaschenko hatte sich bei der Präsidentenwahl vor gut drei Wochen zum klaren Sieger erklärt. Die Opposition um Tichanowskaja erkennt den Sieg nicht an und wirft Lukaschenko, der seit 1994 autoritär regiert, Wahlbetrug vor. Am Montag verhängten die baltischen Staaten Einreiseverbote gegen 30 belarussische Regierungsvertreter, darunter auch Lukaschenko. Litauen, Lettland und Estland kamen damit der Europäischen Union zuvor, die ebenfalls Sanktionen plant. Umstritten ist innerhalb der EU allerdings, ob auch Lukaschenko selbst mit Strafmaßnahmen belegt werden soll. Lukaschenko, der den Vorwurf der Wahlmanipulation zurückweist, hat mit Gegensanktionen gedroht.

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