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Weltnachrichten

Lukaschenko - Bin vielleicht zu lange im Amt

Belarusian President Alexander Lukashenko visits a polling station during the presidential election in Minsk, Belarus August 9, 2020. Sergei Gapon/Pool via REUTERS

Moskau (Reuters) - Der belarussische Präsident Alexander Lukaschenko hat nach russischen Medienberichten eingeräumt, dass er womöglich etwas zu lange an der Macht sei.

“Ja, vielleicht bin ich ein wenig zu lange geblieben”, sagte Lukaschenko laut Nachrichtenagentur Tass am Dienstag in einem Interview mit mehreren russischen Medien. Er sei aber die einzige Person, die in der Lage sei, das Land derzeit zu schützen. Laut einem russischen Journalisten von Moscow Talks machte Lukaschenko deutlich, dass er ungeachtet der Massenproteste in seinem Land nicht zurücktreten werde. Ifax zufolge schloss Lukaschenko vorgezogene Präsidentschaftswahlen nicht aus. Laut Ria sagte Lukaschenko, vorgezogene Wahlen könnten nach einer Verfassungsreform stattfinden.

Der Ausgang der jüngsten Präsidentenwahl vom 9. August mit der Bestätigung Lukaschenkos im Amt hatte zu Massenprotesten geführt. Der 66-Jährige regiert die früher als Weißrussland bezeichnete Ex-Sowjetrepublik seit 1994 mit harter Hand. Die Opposition wirft ihm Wahlbetrug vor.

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