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Weltnachrichten

Russland kündigt Reservisten-Abzug von Grenze zu Belarus an

Kremlin spokesman Dmitry Peskov speaks during the annual end-of-year news conference of Russian President Vladimir Putin in Moscow, Russia December 19, 2019. Picture taken December 19, 2019. Sputnik/Alexei Nikolsky/Kremlin via REUTERS

Moskau (Reuters) - Russland zieht seine Reservistentruppen von der Grenze zu Belarus ab.

Die nach dem Ausbruch der Massenproteste in der ehemaligen Sowjetrepublik entsandten zusätzlichen Beamten und Nationalgardisten würden wieder abrücken, sagte Kreml-Sprecher Dmitri Peskow am Montag. Präsident Wladimir Putin hatte Ende August die Einheiten zur Verstärkung an die Grenze beordert, damit sie im Notfall eingreifen könnten. Die Proteste haben sich an der Wiederwahl des belarussischen Staatschefs Alexander Lukaschenko am 9. August entzündet. Die Opposition wirft dem seit 26 Jahren autoritär regierenden Präsidenten Wahlbetrug vor.

Womöglich signalisiert Russlands mit dem Truppenabzug seine Annahme, dass Lukaschenko mit dem harten Vorgehen seiner Sicherheitskräfte gegen die Demonstranten die Lage so weit in den Griff bekommen hat, dass er an der Macht bleiben kann. Der angekündigte Abzug könnte auch verdeutlichen, dass Russland eher an einer finanziellen Unterstützung des Nachbarn gelegen ist, als sich mit Gewalt in den Konflikt einzuschalten. Bei einem Treffen im russischen Sotschi sagte Putin Lukaschenko einen Kredit in Höhe von umgerechnet etwa 1,3 Milliarden Euro zu. Zugleich forderte er, dass die Krise in Belarus intern und ohne ausländische Einmischung auf “ruhige Weise” im Dialog gelöst werden müsse. Die Zusammenarbeit im Bereich Verteidigung werde aber fortgesetzt. Russische Nachrichtenagenturen meldeten zuvor, Moskau entsende Fallschirmjäger für gemeinsame Übungen.

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