June 8, 2012 / 1:53 PM / in 7 years

Sberbank zahlt Dexia für Denizbank drei Mrd Euro

The logos of Russia's Sberbank, Franco-Belgian group Dexia and Turkey's Denizbank are pictured during a news conference in Istanbul June 8, 2012. Russia's Sberbank on Friday clinched its largest deal, buying Turkey's DenizBank for 2.8 billion euros ($3.5 billion), expanding its footprint in emerging Europe and diversifying away from a home market that it dominates. State-controlled Sberbank, Russia's largest bank, and Denizbank's owner Dexia entered exclusive talks two weeks ago after the latter rejected a bid from Qatar National Bank as too low. REUTERS/Murad Sezer (TURKEY - Tags: BUSINESS LOGO)

Istanbul/Moskau (Reuters) - Die russische Sberbank treibt ihren Expansionskurs im Ausland mit einer Milliardenübernahme voran.

Für die türkische Denizbank überweist Russlands Branchenprimus dem Mutterkonzern Dexia insgesamt bis zu drei Milliarden Euro, wie die Sberbank am Freitag mitteilte. Das Geschäft gilt als der größte Zukauf in der Geschichte der Sberbank und soll die Position des Instituts in den Wachstumsmärkten Europas stärken. Erst im Februar hatten die Russen der Volksbanken AG aus Österreich die Osteuropa-Tochter VBI für 505 Millionen Euro abgekauft. Die in der Krise in Schieflage geratene französisch-belgische Dexia muss nach den Worten ihres Chefs Geschäftsteile verkaufen, um ihr Kapitalpolster zu stärken.

“Die Türkei ist ein sehr interessanter Markt”, sagte Sberbank-Chef German Gref vor Journalisten in Istanbul. “Wir glauben an dieses Land.” Die Übernahme soll die im heimischen Russland bereits dominierende Staatsbank ihrem Ziel näher bringen, die Auslandserträge bis 2014 auf fünf Prozent zu steigern. Der Wert des Verkaufs wurde zwar offiziell mit 2,8 Milliarden Euro beziffert, doch laut Denizbank kommt bei der Berechnung des Gesamtpreises nach aktuellen Devisenkursen eine Summe von 3,09 Milliarden Euro zusammen.

Dexia ist Konzernchef Pierre Mariani zufolge zum Verkauf der Denizbank gezwungen, um Kapitalanforderungen (Tier 1) zu erfüllen. Das Geschäft solle im vierten Quartal abgeschlossen werden. Die angeschlagene Dexia benötigt nach Einschätzung Marianis Garantien in Höhe von 90 Milliarden Euro. Dexia wolle die EU-Kommission darum bitten, dieses Volumen zu bewilligen, sagte Mariani am Freitag in Istanbul. Am Mittwoch hatten Frankreich und Belgien angekündigt, das krisengeschüttelte Geldhaus mit weiteren Garantien zu stützen.

0 : 0
  • narrow-browser-and-phone
  • medium-browser-and-portrait-tablet
  • landscape-tablet
  • medium-wide-browser
  • wide-browser-and-larger
  • medium-browser-and-landscape-tablet
  • medium-wide-browser-and-larger
  • above-phone
  • portrait-tablet-and-above
  • above-portrait-tablet
  • landscape-tablet-and-above
  • landscape-tablet-and-medium-wide-browser
  • portrait-tablet-and-below
  • landscape-tablet-and-below