May 23, 2008 / 9:24 AM / 11 years ago

Birma will Helfer aller Nationen ins Land lassen

United Nations Secretary General Ban Ki-Moon (L) poses with Myanmar Senior General Than Shwe in NayPyiDaw, Myanmar May 23, 2008. In an apparent breakthrough for delivering help to millions of Myanmar's Cyclone Nargis survivors, the military government agreed to allow in "all" aid workers, Ban Ki-moon said on Friday. REUTERS/Stan Honda/Pool (MYANMAR)

Naypyidaw (Reuters) - Birmas Militärregierung hat bei einem Besuch von UN-Generalsekretär Ban Ki Moon eingewilligt, nun doch internationale Helfer in das vom Wirbelsturm verwüstete Land zu lassen.

Ban erzielte die Einigung am Freitag in einem Gespräch mit Junta-Chef Than Shwe in Birmas entlegener Hauptstadt Naypyidaw. Auf die Frage, ob dies einen Durchbruch bei den Hilfen für die mehr als 2,4 Millionen Bedürftigen bedeute, sagte Ban: “Ich glaube schon”. Die Helfer sollten der UN zufolge nun auch Zugang zu dem am schwersten betroffenen Irrawaddy-Delta bekommen. Auch drei Wochen nach dem Zyklon “Nargis” ließ die Junta bisher nur schleppend Hilfen zu.

Zum Auftakt des mehr als zweistündigen Gesprächs schüttelte der 75-jährige Than Shwe Ban mit versteinerter Miene die Hand und ließ zunächst nicht erkennen, ob er gegenüber der Weltgemeinschaft zu Zugeständnissen bei der Verteilung der in seinem Land dringend benötigten Hilfsgüter bereit sein wird. Er habe den Chef der Militärregierung gedrängt, so schnell wie möglich Helfer ins Land zu lassen und die Hilfsgüter so schnell wie möglich an die Bedürftigen zu verteilen, sagte der UN-Generalsekretär. Der General habe ihm zugesichert, alle Helfer “unabhängig von ihrer Nationalität” ins Land zu lassen. Zudem dürfe der Flughafen der ehemaligen Hauptstadt Rangun als Drehkreuz bei Verteilung der Hilfsgüter genutzt werden.

Ban hatte sich nach der Katastrophe wiederholt schwer enttäuscht über die Militärregierung geäußert. Ban war es nach eigenen Angaben über viele Tage hinweg noch nicht einmal gelungen, mit Than Shwe auch nur zu telefonieren. Der oberste General hatte erst in dieser Woche Naypyidaw verlassen, um sich die Zerstörungen anzusehen und mit Überlebenden zu sprechen.

Ban hatte sich am Donnerstag ein Bild von den Verwüstungen im Irrawaddy-Delta gemacht. Offiziellen Zahlen zufolge wurden durch den Wirbelsturm und die anschließenden Überschwemmungen knapp 134.000 Menschen getötet oder werden noch immer vermisst. Damit gehört die durch “Nargis” Anfang Mai ausgelöste Katastrophe zu den schwersten ihrer Art in Asien. Am Sonntag planen die Vereinten Nationen (UN) und die Gemeinschaft Südostasiatischer Staaten (ASEAN) eine gemeinsame Geberkonferenz, an der auch Deutschland teilnehmen wird. - von Patrick Worsnip -

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