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Weltnachrichten

BDI kritisiert britische Regierung - "Verliert massiv Glaubwürdigkeit"

FILE PHOTO: European Union and British flags flutter in front of a chancellery in Berlin, Germany, April 9, 2019. REUTERS/Hannibal Hanschke/File Photo

Berlin (Reuters) - Die Brexit-Verhandlungen werden nach Einschätzung der deutschen Industrie durch den Zick-Zack-Kurs Großbritanniens belastet.

“Die britische Regierung verliert massiv Glaubwürdigkeit”, sagte der Hauptgeschäftsführer des Industrieverbandes BDI, Joachim Lang, am Donnerstag. “Es führt kein Weg daran vorbei, dass das Vereinigte Königreich seine Verpflichtungen aus dem EU-Austrittsabkommen erfüllt.” Vertragstreue sei unabdingbar, um ein Freihandelsabkommen mit der Europäischen Union zustande zu bringen.

Großbritannien will den Brexit-Vertrag in Teilen aushebeln. Dadurch werden die ohnehin schon zäh verlaufenen Gespräche über die künftigen Beziehungen beider Seiten überschattet. Hintergrund ist ein geplantes Gesetz der britischen Regierung zum Binnenhandel, das dem Brexit-Vertrag in Teilen zuwiderläuft.

Ein für die Wirtschaft wichtiges Handelsabkommen könne es aber nur mit “einem funktionierenden Grenzregime” auf der irischen Insel - also an der Grenze zwischen EU und dem Königreich - geben. “Es ist schwer nachvollziehbar, dass die Vorbereitungen für eine Zollinfrastruktur auf britischer Seite keine vier Monate vor Ende der Übergangsfrist weit von einer Fertigstellung entfernt sind”, so Lang.

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