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Staatsminister Roth setzt vor Brexit auf Realitätscheck in London
June 20, 2017 / 8:15 AM / in 6 months

Staatsminister Roth setzt vor Brexit auf Realitätscheck in London

Brüssel/Luxemburg (Reuters) - Das deutsche Außenministerium setzt nach dem Beginn der Verhandlungen zwischen der Europäischen Union und Großbritannien über den Brexit auf einen Sinneswandel der Regierung in London.

The European Union's chief Brexit negotiator Michael Barnier (R) and Britain's Secretary of State for Exiting the European Union David Davis speak at the European Commission after the first day of Brexit talks in Brussels, Belgium, June 19, 2017. REUTERS/Francois Lenoir

“Die Briten müssen noch ein paar Fragen klären, und ich habe den Eindruck, dass inzwischen auch der Realitätscheck vorgenommen wird”, sagte der Staatsminister für Europa im Auswärtigen Amt, Michael Roth, vor Beratungen mit seinen EU-Kollegen in Luxemburg. Dieser Abgleich werde dazu führen, dass viele Versprechen der Brexit-Befürworter am Ende nicht erfüllt werden könnten. Einen solchen Prozess müssten die Briten aber selbst durchlaufen. “Da können und wollen wir nicht helfen.” Mit Blick auf die unterschiedlichen Positionen innerhalb der regierenden Konservativen zum Brexit sagte Roth, es könne sein, dass in den nächsten Wochen ein Bewusstseinswandel einsetze.

Auf die Brexit-Verhandlungen sei die EU “sehr gut” vorbereitet. “Und ich habe den Eindruck, dass dies auch in Großbritannien bei den dortigen Verhandlungsführern Eindruck hinterlassen hat”, sagte Roth.

EU-Chefunterhändler Michel Barnier und der britische Brexit-Minister David Davis hatten am Montag eine erste Verhandlungsrunde in Brüssel geführt. Dabei setzte sich die EU mit ihren Vorstellungen zur Reihenfolge der zu behandelnden Themen durch. So sollen zunächst die Fragen nach den Rechten von britischen und EU-Bürgern im jeweils anderen Hoheitsgebiet, die Berechnung der finanziellen Verpflichtungen Großbritanniens gegenüber der EU und der Umgang mit der Grenze zwischen Irland und Nordirland geklärt werden. Erst danach soll es um das von Großbritannien angestrebte Freihandelsabkommen mit der EU gehen.

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