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Wirtschaftsnachrichten

Britische Handelsministerin - "Echte Fortschritte" bei Brexit-Gesprächen

Britain's International Trade Secretary Liz Truss walks outside Downing Street in London, Britain, September 22, 2020. REUTERS/Toby Melville

London (Reuters) - Großbritannien und die EU machen bei ihren Brexit-Gesprächen nach Angaben der britischen Handelsministerin Liz Truss “echte Fortschritte”.

Ein Abkommen sei möglich, sagte Truss am Freitag. Sie bekräftigte aber gleichzeitig, dass das Vereinigte Königreich den Brexit auch ohne genaue Regelungen für den Handel vollziehen könnte, sollte die Eigenständigkeit Großbritanniens nicht bewahrt werden.

Bei den Verhandlungen zwischen Großbritannien und der EU über ihre künftigen Beziehungen tickt die Uhr. Ende des Jahres läuft die Übergangszeit aus, in der das Vereinigte Königreich noch EU-Regeln anwendet. Danach droht Chaos. Das könnte die Wirtschaft hart treffen. Neue Zölle auf viele Produkte wären dann wohl an der Tagesordnung. Als besonders strittige Themen gelten Regeln für einen fairen Wettbewerb, Streitschlichtungsverfahren und Fischerei-Fangquoten in britischen Gewässern.

Zuletzt wollte keiner der beiden Seiten große Kompromisse machen, weswegen die Gespräche stockten. Am Donnerstag wurden jedoch tägliche Gespräche vereinbart. Aus EU-Sicht kann noch bis Mitte November verhandelt werden. Dann sollte ein Abkommen stehen, damit die Parlamente genug Zeit haben, es noch in diesem Jahr zu ratifizieren.

Das erste große Handelsabkommen für die Zeit nach dem Brexit schloss Großbritannien am Freitag mit Japan. Die drittgrößte Volkswirtschaft der Welt ist jedoch ein weitaus kleinerer Handelspartner als die EU.

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