March 7, 2019 / 11:12 AM / 13 days ago

Hammond erwartet Brexit-Verschiebung bei Abstimmungs-Niederlage

Britain's Prime Minister Theresa May sits with members of her cabinet, including Secretary of State for Defence Gavin Williamson, Secretary of State for Foreign and Commonwealth Affairs Jeremy Hunt, Chancellor of the Exchequer Philip Hammond, Secretary of State for the Home Department Sajid Javid and Secretary of State for Business, Energy and Industrial Strategy Greg Clark during the UK-Poland Inter-Governmental Consultations at Lancaster House in central London, Britain, December 20, 2018. Adrian Dennis/Pool via REUTERS

London/Berlin (Reuters) - Eine erneute Niederlage von Premierministerin Theresa May im Parlament kommende Woche würde Finanzminister Philip Hammond zufolge vermutlich zu einer Verschiebung des Brexit führen.

“Das Parlament wird dafür stimmen, die EU nicht ohne ein Abkommen zu verlassen”, sagte Hammond am Donnerstag dem Sender BBC. Dessen sei er sich sicher. Ohne eine Zustimmung zu dem von May mit der EU ausgehandelten Abkommen oder eine Verschiebung des Austrittstermins würde es am 29. März zu einem ungeregelten Brexit kommen. Einem Medienbericht zufolge erwarten über ein Drittel der betroffenen Unternehmen in Deutschland genau diesen Ausgang.

May erlitt bei einer Abstimmung im Parlament über das EU-Abkommen am 15. Januar die schwerste Niederlage der modernen britischen Geschichte. Kommende Woche findet ein erneutes Votum statt. May hofft auf Zugeständnisse der EU, um dieses Mal genug Abgeordnete auf ihre Seite zu ziehen. Knackpunkt ist weiter die irische Grenze. Außenminister Jeremy Hunt sagte, er hoffe auf einen Durchbruch am Wochenende. Diplomaten zufolge könnte May am Montag nach Brüssel reisen, sollte es bis dann Fortschritte in den Verhandlungen gegeben haben. Im Laufe des Donnerstags wollte sich auch Bundesfinanzminister Olaf Scholz zu den Brexit-Gesprächen äußern.

Einem Medienbericht zufolge rechnen 36 Prozent der deutschen Unternehmen mit Handelsbeziehungen nach Großbritannien inzwischen mit einem ungeordneten Brexit. Etwa ein Viertel gehe davon aus, dass bis Ende März ein Austrittsabkommen mit Übergangsphase stehe, berichtete “Spiegel Online” unter Berufung auf eine unveröffentlichte Umfrage der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Deloitte in Zusammenarbeit mit dem Bundesverband der Deutschen Industrie. Mit einer Verschiebung plant ein weiteres Viertel. An einen Verbleib in der EU glaube demnach sechs Prozent.

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