November 27, 2018 / 1:32 PM / 17 days ago

May setzt trotz Trump-Schelte auf Handelsvertrag mit USA

U.S. President Donald Trump and British Prime Minister Theresa May hold a bilateral meeting on the sidelines of the 73rd session of the United Nations General Assembly in New York, U.S., September 26, 2018. REUTERS/Carlos Barria

London (Reuters) - Die britische Premierministerin Theresa May hofft trotz des Gegenwinds aus dem Weißen Haus nach dem Brexit auf ein Handelsabkommen mit den USA.

Ihre Regierung habe bereits mit der der US-Seite darüber gesprochen, welche Art Handelsvertrag man vereinbaren könnte, sagte May am Dienstag. Dazu gebe es eine Arbeitsgruppe, die sehr gut arbeite und viele Male zusammengekommen sei.

US-Präsident Donald Trump hatte am späten Montagabend gesagt, der Vertrag über das Ende der britischen EU-Mitgliedschaft im März 2019 könnte den Handel zwischen den USA und Großbritannien behindern. Schließlich sehe es in der Einigung auf den ersten Blick so aus, als könnten die Briten nicht mit den USA Handel treiben. Trumps Äußerungen sind für Brexit-Verfechter in Großbritannien brisant. Sie versprachen, dass Großbritannien nach dem Austritt auf sich allein gestellt problemlos vorteilhafte Handelsverträge weltweit abschließen könne. Derzeit ist das nicht möglich, da die EU-Kommission allein für den Außenhandel der Mitgliedsstaaten zuständig ist.

Das britische Pfund stand nach der Kritik Trumps unter Druck. Es fiel um rund ein halbes Prozent auf 1,2734 Dollar und notierte damit auf den niedrigsten Stand seit fast zwei Wochen.

May steht wegen des von ihr ausgehandelten Brexit-Vertrags zu Hause stark in der Kritik. Unklar ist, ob das britische Parlament den Pakt annehmen wird. Politiker sowohl in ihren eigenen Konservativen als auch in Oppositionsparteien wollen die Vereinbarung ablehnen. Die Abstimmung ist für den 11. Dezember angesetzt. Der May-Verbündete und Abgeordnete Michael Fallon sagt der BBC, er werde gegen den Deal stimmen. “Sie (die Vereinbarung) gibt uns nicht die Sicherheit, die wir brauchen, und ist deshalb eine Wette.” Die zum Teil geforderten Nachverhandlungen mit Brüssel über den umstrittenen Vertrag seien aber “Wunschdenken”, sagte Mays Kabinettschefs David Lidington.

Unterdessen verhandelte der Europäischen Gerichtshof am Dienstag eine Klage von schottischen Brexit-Gegnern. Sie wollen geklärt haben, ob Großbritannien die Austrittserklärung nach Artikel 50 des EU-Vertrags einseitig widerrufen kann. Die Richter kündigten an, “schnell” zu entscheiden. Einen Termin nannten sie aber nicht.

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