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Inlandsnachrichten

Scholz vor neuer Brexit-Verhandlungsrunde wenig optimistisch

German Finance Minister Olaf Scholz attends a Reuters interview in his ministry in Berlin, Germany, September 7, 2020. REUTERS/Hannibal Hanschke

Berlin (Reuters) - Vize-Kanzler Olaf Scholz zeigt sich vor Beginn der neuen Brexit-Verhandlungsrunde wenig zuversichtlich.

“Natürlich wecken die jüngsten Signale aus London nicht übersteigerte Hoffnungen auf ein Abkommen, aber das kann auch Strategie sein”, sagte der SPD-Kanzlerkandidat der Nachrichtenagentur Reuters. “Klar ist: Ein ungeordneter Brexit wäre für Europa nicht gut, für Großbritannien und seine Bürgerinnen und Bürger wäre es ein echtes Desaster.”

Der britische Premierminister Boris Johnson hat die ohnehin festgefahrenen Verhandlungen über die künftigen Beziehungen seines Landes zur EU durch ein Ultimatum verschärft. Er verlangte eine Einigung bis zum 15. Oktober. Andernfalls könne es kein Handelsabkommen zwischen beiden Seiten geben. Ab Dienstag verhandeln beide Seiten wieder miteinander in London. Sollte es nicht bald eine Übereinkunft geben, drohen nach Einschätzung von Wirtschaftsvertretern massive Verwerfungen im Handel zwischen dem Königreich und der EU.

Scholz deutete an, die Beziehungen der EU zu Großbritannien nach dem Brexit könnten auch Thema beim Treffen der europäischen Finanzminister am Freitag und Samstag werden. “Das ist ein informelles Treffen der EU-Finanzminister in Berlin. Es gibt keine strikte Tagesordnung, wir können uns etwas grundsätzlicher unterhalten.”

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