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EUROPA-BÖRSEN-Trübe Stimmung nach schwachen Geschäftszahlen
28. Februar 2008 / 17:43 / in 10 Jahren

EUROPA-BÖRSEN-Trübe Stimmung nach schwachen Geschäftszahlen

Frankfurt, 28. Feb (Reuters) - Enttäuschende Geschäftszahlen großer Konzerne und ein neues Rekordhoch des EuroEUR= haben am Donnerstag an den europäischen Börsen für trübe Stimmung gesorgt. Der Stoxx50.STOXX50 beendete den Handel 1,9 Prozent tiefer bei 3239 Punkten. Der Euro-Stoxx50.STOXX50E verlor ebenfalls 1,9 Prozent und schloss bei 3784 Punkten.

Der Euro erreichte ein Rekordhoch von 1,5206 Dollar. Zum Abrutschen des Dollar trugen schwache US-Arbeitsmarktdaten und Aussagen von Notenbank-Chef Ben Bernanke bei, der eine schwache US-Währung als vorteilhaft für die heimische Exportindustrie bezeichnet hatte. Bernankes Prognose, manche Banken würden die aktuelle Kreditmarktkrise nicht überleben, sorgte für zusätzlichen Druck auf den Dollarkurs und die Aktienmärkte.

“Europäische Aktien sind gefährdet durch eine Abschwächung des US-Wirtschaftswachstums, die sich auf Europa auswirkt, erschwerend kommt die Euro-Stärke hinzu, so dass sie währungsbereinigt nicht besonders attraktiv sind”, sagte Marktstratege Andrew Bell von Rensburg Sheppards Investment Management.

Der Aktienkurs von BayerBAYG.DE fiel um 4,7 Prozent. Damit gehörten die Anteilsscheine des Leverkusener Konzerns zu den größten Verlierern im EuroStoxx. Das Unternehmen hatte mit seinem Quartalsbericht die Erwartungen an der Börse enttäuscht. Die Titel des Chemiekonzerns RhodiaRHA.PA, der mit seiner Bilanz ebenfalls enttäuschte, stürzten um fast 20 Prozent ab. Enttäuschung über Geschäftszahlen der Axa(AXAF.DE) drückte auch den Kurs von Europas zweitgrößtem Versicherer um drei Prozent.

Im Finanzsektor ließen zudem die Aktien der Schweizer Großbank UBSUBSN.VX mit einem Minus von 4,9 Prozent kräftig Federn. Händlern zufolge belastete bei UBS die Sorge, dass die Finanzkrise für das Schweizer Institut noch nicht ausgestanden sein dürfte. “Was die UBS bisher abgeschrieben hat, ist, was sie auf ihren Büchern hat. Dazu kommen nun aber Klagen von Kunden, denen sie solche Hypothekenanleihen und andere besicherte Papiere ins Depot gelegt hat. Es ist damit zu rechnen, dass dies auch höhere außergerichtliche Zahlungen zur Folge haben könnte”, sagte ein Händler.

Dagegen griffen Anleger bei den Anteilsscheinen der französischen Großbank Societe Generale(SOGN.PA) zu. Börsianer führten dies auf Übernahmespekulationen zurück. Der Konkurrent BNP Paribas(BNPP.PA) hat Kreisen zufolge bei der Regierung in Paris die Möglichkeit eines Übernahmeangebots für den angeschlagenen Rivalen sondiert. Societe-Generale-Aktien gewannen 1,9 Prozent. BNP hingegen gaben vier Prozent nach.

Mit einem Kursplus von fast zehn Prozent feierte die Börse das Zwischenergebnis der InBevINTB.BR-Brauerei. Der Konzern, zu dem unter anderem Beck’s Bier und Stella Artois zählen, hatte im abgelaufenen Geschäftsjahr den Gewinn gesteigert und damit die Prognosen von Experten übertroffen.

saf/mer

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